Übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose)
Was wird behandelt?
Hyperhidrose oder idiopatische Hyperhidrose bedeutet übermässiges Schwitzen, das meist schon in früher Kindheit beginnt, unbehandelt ein Leben lang erhalten bleibt und ihren Höhepunkt in der Pubertät und dem frühen Erwachsenenalter hat. Die Hyperhidrose beschränkt sich zumeist auf einzelne oder mehrere Körperregionen (Hände, Füsse, Gesicht, Achselhöhlen, Rumpf). Ausgelöst werden solche „Schweissattacken“ durch erhöhte Aussentemperatur, aber auch durch emotionale Reize. Schwitzen wird ausgelöst durch Signale, welche das Nervensystem an die Schweissdrüsen in der Haut sendet.
Wir setzen BOTOX zur Kontrolle des übermässigen Schwitzens
- im Achselbereich
- an den Händen
- und an den Füssen ein.
BOTOX blockiert die Schweissreaktion, indem es hochspezifisch die Reizübertragung von den Nerven auf die Schweissdrüsen hemmt.
Wie wird behandelt?
Vor jeder möglichen Behandlung führen wir mit dem Patienten ein ausführliches Beratungsgespräch durch.
BOTOX wird mit einer Spritze und einer äusserst feinen Nadel in die behandelnde Region injiziert. Die Behandlung des übermässigen Schwitzens erfolgt durch eine Reihe von kleinen, oberflächlichen Einstichen in die Haut der betroffenen Regionen. Der Schmerz, welcher durch die Injektionen in die Achselhöhle verursacht wird, ist normalerweise minimal. Daher wird auf eine örtliche Betäubung verzichtet.
Die Behandlung von Händen und Füssen wird dagegen oft als schmerzhaft empfunden. Hier wird eine örtliche Betäubung vorgenommen. Die Wirkung der Botoxbehandlung setzt nach drei bis vier Tagen ein und der volle Effekt ist nach ungefähr einer Woche sichtbar. Das übermässige Schwitzen wird während etwa 6 Monaten kontrolliert. Nach Ablauf dieser Zeit kann die Behandlung beliebig (im Abstand von ca. 6 Monaten) wiederholt werden.
BOTOX wirkt nur lokal, also nur auf die Schweissdrüsen der behandelten Körperregionen. Jede medizinische Behandlung kann Nebenwirkungen hervorrufen. Es kann eine vorübergehende Rötung und ein leichtes Brennen an der Einstichstelle auftreten.
Da BOTOX nicht nur die Schweissdrüsen, sondern auch die Muskulatur hemmen kann, ist bei Injektionen in die Hand ausnahmsweise eine vorübergehende Griffschwäche möglich.